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für den 12.12.2017

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PROtestant Nr. 41 erschienen: Ostern/Pfingsten 2011:

Evangelische Perspektiven zur Zukunft von Bonn und der Region

Die neue Ausgabe ist hochaktuell: Es geht um „Vergiftungen" und Stillstand im politischen Bonn, um die Zukunft unserer Stadt und Region und den Ruf nach „mehr Mut zu Entscheidungen“.

Aufmacher der Ausgabe 41 ist ein Gespräch mit den drei Superintendenten aus Bonn und der Region: Hans Joachim Corts, Dr. Eberhard Kenntner und Eckart Wüster. LupeAufmacher der Ausgabe 41 ist ein Gespräch mit den drei Superintendenten aus Bonn und der Region: Hans Joachim Corts, Dr. Eberhard Kenntner und Eckart Wüster.

Evangelische Anstöße in einer für das politische Bonn schwierigen Zeit.

Die drei Superintendenten der evangelischen Kirche in Bonn und der Region wünschen sich mehr Mut und Entscheidungswillen bei den politischen Weichenstellungen in der Stadt. Zugleich bieten sie ihre Unterstützung an, „Bewusstsein zu stärken, wie wichtig auch auf den ersten Blick unpopuläre Maßnahmen und Entscheidungen sind“, erklären Eckart Wüster (Kirchenkreis Bonn), Dr. Eberhard Kenntner (Bad Godesberg-Voreifel) und Hans Joachim Corts (An Sieg und Rhein) in der Oster-Ausgabe der Bonner Kirchenzeitung PROtestant.

Nachdrücklich beklagen die Kirchenvertreter „das tiefe Misstrauen zwischen Politik und Verwaltung“. Die Stimmung scheine an einigen Stellen in der Stadt „geradezu vergiftet“, so der Eindruck Wüsters. Es habe sich ein Umgangsstil wechselseitiger Verletzungen etabliert. Auch verderbe die politische Kultur, wenn Sachentscheidungen zunehmend personalisiert diskutiert würden, sagt Wüster und wirbt für eine „neue Gesprächskultur“.

Kritisch setzen sich die Kirchenvertreter mit der in Bonn neuen Form der Bürgerbeteiligung auseinander. „Bürgerbefragung ist kein Allheilmittel“, erklärt Superintendent Hans Joachim Corts, „erst recht nicht, wenn die Karre schon im Dreck steckt.“ Gerade dann, halte er sie „vom Prinzip her sogar für falsch“, weil dadurch politische Verantwortung abgeschoben werde. „Und wenn es um die Frage gehe, ob dem OB-Büro wöchentlich ein neuer Blumenstrauß zusteht, ist sie geradezu lächerlich.“ Laut Superintendent Eberhard Kenntner gibt es noch keinen Konsens über die politische Bewertung des Instruments Bürgerbefragung in einer repräsentativen Demokratie. Er halte sie daher für „noch nicht wirklich praxistauglich“.

Neben den Superintendenten äußern sich vier prominente Protestanten aus Bonn und der Region, wie sich der von vielen erlebte politische Stillstand auch um das Kongresscenter WCCB und Festspielhaus lösen lässt: die Intendantin des Bonner Beethovenfestes Ilona Schmiel, Deutsche Welle-Intendant Erik Bettermann, der Präsident der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg Hartmut Ihne sowie Sigurd Trommer, Präsident der Bundesarchitektenkammer und langjähriger Stadtbaurat in Bonn.

Der PROtestant, die Zeitung der Evangelischen Kirche in Bonn und der Region für Menschen aus Gesellschaft und Kultur, Politik und Wirtschaft, erscheint drei Mal im Jahr mit einer Auflage von inzwischen 6.500 Exemplaren. Er kann kostenlos bezogen werden: Evangelischer Kirchenkreis Bonn, Adenauerallee 37, 53113 Bonn (Tel.: 0228 / 6880 300, presse@bonn-evangelisch.de). Herausgeber sind die Kirchenkreise An Sieg und Rhein, Bonn sowie Bad Godesberg-Voreifel.

 

Joachim Gerhardt / 12.04.2011



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