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für den 20.10.2017

Gott schuf sie als Mann und Frau und segnete sie und gab ihnen den Namen »Mensch«.

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PROtestant-Nr. 33 erschienen

Viele neue kleine Gurus erwartet

Sekten und andere fragwürdige religiöse Gruppen sind das Schwerpunkt-Thema im aktuellen PROtestant.

Zudem äußert sich Präses Schneider ausführlich zum Umzug des Evangelischen Entwicklungsdienstes (eed) von Bonn nach Berlin.

Der Großraum Bonn ist nach Ansicht des Sektenbeauftragten der Rheinischen Landeskirche, Andrew Schäfer, die „religionsproduktivste Region“ im Rheinland. Es gebe „kaum eine Organisation, mit der ich mich beschäftigen muss, die nicht auch hier vorkommt“, erklärt der Landespfarrer in der jüngsten Ausgabe der Bonner Kirchenzeitung PROtestant. Besonders aktiv seien Gruppen aus dem Bereich der Esoterik und des christlichen Fundamentalismus. Auch nehme er eine „deutliche Zunahme von exorzistischen Praktiken“ wahr.

Der Weltanschauungsmarkt ist dem Sektenpfarrer zufolge insgesamt sehr in Bewegung. Große Sektenführer seien in der letzten Zeit gestorben. „Ich erwarte viele neue, kleine Gurus“, so Schäfer. Zugleich warne er ausdrücklich vor Scientology. Die Organisation versuche derzeit gezielt, nicht nur im politischen, sondern auch im kirchlichen und diakonischen Bereich mit Unterorganisationen, die nicht den Namen „Scientology“ trügen, Kontakte zu knüpfen.

Der rheinische Präses Nikolaus Schneider erläutert im PROtestant den Umzugsbeschluss für die eed-Zentrale nach Berlin. (Foto: EKiR) LupeDer rheinische Präses Nikolaus Schneider erläutert im PROtestant den Umzugsbeschluss für die eed-Zentrale nach Berlin. (Foto: EKiR)

Auch der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Nikolaus Schneider, äußert sich im PROtestant. Allerdings nicht zum Schwerpunkt-Thema „Sekten“, sondern zu einem anderen in Bonn brisanten Anlass: dem gerade beschlossenen Umzug der Zentrale des Evangelischen Entwicklungsdienstes (eed) von Bonn nach Berlin. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) wird laut Präses Schneider aber nach Umzug des eed in Bonn präsent bleiben. Es sei damit zu rechnen, „dass die EKD ihre friedenspolitischen Aktivitäten künftig in Bonn bündeln wird“, so Schneider. Als Präses der Evangelischen Kirche in Rheinland sei er „unglücklich“ über den Wegzug des eed aus Bonn. Der neue gemeinsame Standort von „Brot für die Welt“ und eed in Berlin sei für die Diakonie aber „nicht verhandelbar“ gewesen. „Die Fusion durfte nicht an der Frage des Standorts scheitern“, betont Schneider, der zugleich Aufsichtsratsvorsitzender des eed ist. Er kündigt weitere Gespräche mit der Politik an, damit „die Entscheidung nachvollziehbar wird“.

Der PROtestant, die Zeitung der Evangelischen Kirche in Bonn und der Region für Menschen aus Gesellschaft und Kultur, Politik und Wirtschaft, erscheint drei Mal im Jahr mit einer Auflage von inzwischen 6.500 Exemplaren. Er kann kostenlos bezogen werden: Evangelischer Kirchenkreis Bonn, Adenauerallee 37, 53113 Bonn (Tel.: 0228 / 6880 300, presse@bonn-evangelisch.de). Die aktuelle Ausgabe finden Sie auch unten auf dieser Seite zum kostenlosen Download.

 

ger / 03.07.2008



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