Losung

für den 20.10.2017

Gott schuf sie als Mann und Frau und segnete sie und gab ihnen den Namen »Mensch«.

1.Mose 5,2

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Ausgabe September 06

Jeder dritte Pfarrer ist eine Frau

24 Prozent der Bonner Bevölkerung sind protestantisch, so viele wie in keiner anderen Stadt im katholischen Rheinland. In der Region um Bonn sind es etwa 17 Prozent.

Das und mehr steht in der neuen Ausgabe der Kirchenzeitung PROtestant, die einen Überblick verschafft, welche bedeutenden evangelischen Einrichtungen in den letzten Jahren in die Bundesstadt gezogen sind. Zum Beispiel die Akademie der Rheinischen Landeskirche oder der Evangelische Entwicklungsdienst (eed). Allein das große Entwicklungswerk der Evangelischen Kirche in Deutschland zählt in seiner neuen Bonner Zentrale fast 300 Mitarbeiter.

Ihr Profil zeigt die evangelische Kirche in Bonn und der Region auch durch viele Pfarrerinnen. So ist jeder dritte Pfarrer in Bonn und der Region eine Frau. Vier Prozent mehr als im landeskirchenweiten Durchschnitt. Tendenz steigend. PROtestant hat alle 41 Theologinnen zu einem eindrucksvollen gemeinsamen Gruppenbild im Talar vor die Bonner Kreuzkirche geladen. Eine der ersten Pfarrerinnen, Gisela Martin aus Meckenheim, berichtet von den schweren Anfängen vor 30 Jahren in der männlich geprägten Kirchenwelt: „Ich hatte keine Vorbilder.“

Der katholische Stadtdechant Wilfried Schumacher betont die Nähe zwischen Protestanten und Katholiken. „Bei aller Verschiedenheit praktizieren wir in Bonn das Gemeinsame“, schreibt Schumacher im PROtestant. Er verweist auf die vielen ökumenischen Gottesdienste sowie auf die gemeinsamen Aktionen von der Fußballweltmeisterschaft bis zum Weihnachtsmarkt und auf den sozialen Feldern. „Als Kind hätte ich mir auf dem katholischen Schulhof nie vorstellen können, einen Evangelischen zum Freund zu haben“, so Schumacher. „Heute freue mich darauf, wenigstens einmal, oft mehrmals im Monat den Superintendenten zu treffen, weil der Austausch für beide fruchtbar ist und das, was wir beide gemeinsam erreichen, sich durchaus sehen lassen kann.“

PROtestant: Mehr evangelische Straßennamen

Damit evangelisches Profil auch im Stadtbild besser sichtbar wird, schlägt PROtestant eine Liste evangelischer Persönlichkeiten mit ausgewiesenem Lokalbezug vor, um sie bei künftigen Straßenbenennungen zu berücksichtigen. Zum Beispiel die Reformatoren Philipp Melanchthon und Martin Bucher, die beide in Bonn gelehrt haben, Bundestagspräsident Eugen Gerstenmaier oder Brigitte Schröder, Gründerin der inzwischen bundesweiten Krankenhausbesuchsdienste der „Grünen Damen".

Der PROtestant, die Zeitung der Evangelischen Kirche in Bonn und der Region. Herausgeber sidn die drei Kirchenkreise Bonn, Bad Godesberg-Voreifel und An Sieg und Rhein. Er erscheint drei Mal im Jahr (Auflage 6.000) und richtet sich an Menschen aus Gesellschaft und Kultur, Politik und Wirtschaft. PROtestant kann kostenlos bezogen werden: Evangelischer Kirchenkreis Bonn, Adenauerallee 37, 53113 Bonn (Tel.: 0228 / 6880 300, presse@bonn-evangelisch.de).

 

24.08.2006



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